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Schutzkleidung im Wandel: Stretch, DIN EN 17353 und KI

Schutzkleidung muss heute weit mehr leisten als nur grundlegende Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Sie soll schützen, Bewegungsfreiheit ermöglichen, angenehm zu tragen sein und sich zuverlässig in betriebliche Pflege- und Logistikprozesse integrieren lassen. Gleichzeitig gewinnen neue Materialien, ergänzende Normen und digitale Technologien an Bedeutung.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung im textilen Mietservice. Hier treffen moderner Arbeitsschutz, professionelle Pflege, digitale Identifikation und zunehmend auch künstliche Intelligenz aufeinander.

Die Nachfrage nach Persönlicher Schutzausrüstung bleibt hoch

In zahlreichen Branchen gehört Persönliche Schutzausrüstung weiterhin zur unverzichtbaren Grundausstattung. Dazu zählen unter anderem Industrie, Baugewerbe, Logistik sowie viele Bereiche des Handwerks.

Neben gesetzlichen und normativen Vorgaben wächst auch das Bewusstsein der Unternehmen für die Sicherheit ihrer Beschäftigten. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Komfort, Passform und Alltagstauglichkeit.

Moderne Schutzkleidung soll deshalb nicht nur eine bestimmte Schutzfunktion erfüllen. Sie muss auch zu den tatsächlichen Bewegungsabläufen, Arbeitsbedingungen und betrieblichen Prozessen passen.

Stretch-Materialien sorgen für mehr Bewegungsfreiheit

Stretch-Gewebe sind aus klassischer Arbeitskleidung kaum noch wegzudenken. Auch bei Schutzkleidung kommen elastische Materialien zunehmend zum Einsatz.

Vor allem bei bewegungsintensiven Tätigkeiten können Stretch-Zonen den Tragekomfort deutlich verbessern. Typische Einsatzbereiche sind:

  • Handwerk und Montage
  • Baugewerbe
  • Logistik und Lager
  • industrielle Fertigung
  • Warnschutzkleidung
  • Schweißerschutzkleidung

Bei Schutzkleidung besteht die Herausforderung darin, Beweglichkeit und Schutzwirkung miteinander zu verbinden. Im Bereich des Schweißerschutzes können beispielsweise flammhemmende Stretch-Partien eingesetzt werden. Sie unterstützen die Bewegungsfreiheit, ohne die erforderliche Schutzfunktion grundsätzlich aus dem Blick zu verlieren.

Bei Chemikalienschutzkleidung sind die Möglichkeiten eingeschränkter. Hier müssen Beschichtungen und Imprägnierungen ihre Schutzwirkung auch dann behalten, wenn das Gewebe gedehnt, beansprucht und regelmäßig professionell aufbereitet wird.

DIN EN 17353: erhöhte Sichtbarkeit bei mittlerem Risiko

Mit der DIN EN 17353 steht Unternehmen eine zusätzliche Norm für Bekleidung und Ausrüstung zur erhöhten Sichtbarkeit in Situationen mit mittlerem Risiko zur Verfügung. Sie ergänzt damit die bekannte DIN EN ISO 20471, die sich auf hochsichtbare Warnkleidung bezieht.

Die DIN EN 17353 kann beispielsweise dort relevant sein, wo Beschäftigte frühzeitig erkannt werden müssen, ohne dass zwingend die Anforderungen vollständiger Warnschutzkleidung nach DIN EN ISO 20471 bestehen.

Wichtig: Die Auswahl darf nicht allein anhand von Kosten, Farben oder einzelnen Produkteigenschaften erfolgen. Entscheidend sind die konkrete Gefährdungsbeurteilung, der Arbeitsplatz und das tatsächlich vorhandene Risiko.

Die zusätzliche Auswahlmöglichkeit kann bei Unternehmen allerdings auch Fragen auslösen. Arbeitgeber müssen klar unterscheiden, welche Norm für welchen Arbeitsplatz geeignet ist. Eine fachkundige Beratung hilft dabei, eine Unterversorgung ebenso zu vermeiden wie eine nicht erforderliche Überausstattung.

Smart Textiles: Schutzkleidung wird zunehmend intelligent

Forschungs- und Entwicklungsprojekte beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren mit intelligenten Textilien. Dabei werden elektronische oder sensorische Funktionen direkt in Bekleidung integriert.

Mögliche Anwendungen sind beispielsweise:

  • integrierte Sensoren zur Erfassung von Umgebungs- oder Körperdaten
  • beheizbare textile Flächen
  • aktive LED-Warnsysteme
  • automatische Warnungen bei gefährlichen Umgebungsbedingungen
  • digitale Zustands- und Belastungskontrollen

Viele dieser Lösungen befinden sich noch in der Entwicklung oder werden bislang nur in speziellen Einsatzfeldern genutzt. Im klassischen textilen Mietservice sind Smart Textiles noch nicht flächendeckend etabliert.

Eine besondere Herausforderung besteht in der dauerhaften Verbindung von Elektronik und Textilien. Die Komponenten müssen Bewegung, Schweiß, mechanische Belastung und wiederkehrende professionelle Wasch- und Pflegeprozesse überstehen.

KI im Mietservice: Innovation findet auch hinter den Kulissen statt

Während intelligente Schutzkleidung am Körper noch am Anfang steht, kann künstliche Intelligenz bereits heute die Prozesse rund um Pflege, Sortierung und Kontrolle unterstützen.

Automatisierte Taschenkontrolle

In Taschen zurückgelassene Gegenstände können beim Sortieren und Waschen erhebliche Risiken verursachen. Dazu gehören Werkzeuge, Schrauben, Stifte oder im medizinischen Umfeld sogar Kanülen.

KI-gestützte Scanner können dabei helfen, solche Fremdkörper vor dem Waschprozess zu erkennen. Dadurch lassen sich Verletzungsrisiken reduzieren und Schäden an Maschinen oder Textilien vermeiden.

Intelligente Sortieranlagen

RFID-Technologie ermöglicht die eindeutige Identifikation einzelner Kleidungsstücke. In Verbindung mit automatisierten und KI-gestützten Systemen können Textilien erkannt, zugeordnet und dem passenden Pflegeprozess zugeführt werden.

Dabei lassen sich unter anderem folgende Informationen berücksichtigen:

  • Art des Kleidungsstücks
  • Träger- oder Kundenzuordnung
  • Gewebe und Materialzusammensetzung
  • Schutzfunktion
  • vorgesehener Wasch- und Pflegeprozess

Optimierte Wasch- und Pflegeprozesse

Digitale Systeme können Daten zu Material, Verschmutzung und bisheriger Nutzung auswerten. Auf dieser Basis lassen sich Waschprogramme und Pflegeprozesse gezielter steuern.

Das Ziel besteht nicht nur darin, Wasser, Energie und Waschmittel effizient einzusetzen. Bei Persönlicher Schutzausrüstung muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass die vorgesehene Schutzfunktion auch nach wiederholter Aufbereitung erhalten bleibt.

Warum professionelle Beratung immer wichtiger wird

Mit der Zahl der Materialien, Normen und technischen Möglichkeiten wächst auch die Komplexität. Unternehmen müssen nicht nur geeignete Schutzkleidung auswählen, sondern auch deren Pflege, Kontrolle, Reparatur und rechtzeitigen Austausch organisieren.

Ein textiler Mietservice kann dabei verschiedene Aufgaben miteinander verbinden:

  • Auswahl geeigneter Schutzkleidung
  • individuelle Ausstattung der Beschäftigten
  • regelmäßige Abholung und Lieferung
  • normgerechte Wasch- und Pflegeprozesse
  • Kontrolle auf Beschädigungen und Verschleiß
  • Reparatur oder Austausch nicht mehr geeigneter Kleidung
  • digitale Verwaltung und Nachverfolgung der Textilien

Fazit: Innovation und Sicherheit gehören zusammen

Die Entwicklung moderner Schutzkleidung findet auf mehreren Ebenen statt. Stretch-Materialien erhöhen den Komfort, die DIN EN 17353 schafft zusätzliche Möglichkeiten für erhöhte Sichtbarkeit und Smart Textiles eröffnen neue technische Perspektiven.

Gleichzeitig zeigt der Einsatz künstlicher Intelligenz im textilen Mietservice, dass Innovation nicht nur im Kleidungsstück selbst stattfindet. Auch Taschenkontrolle, Sortierung, Zuordnung und Pflege können intelligenter, sicherer und effizienter werden.

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Grundlage dieses Beitrags ist eine Presseinformation der DBL zum Einsatz moderner Materialien, Normen und künstlicher Intelligenz im Bereich Schutzkleidung und textiler Mietservice.